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Backen rund um Allerheiligen – Kennt ihr das Allerheiligenstriezel?
Kulinarik

Backen rund um Allerheiligen – Kennt ihr das Allerheiligenstriezel?

Rund um Allerheiligen am 01. November gibt es einen ganz besonderen Brauch: es werden sogenannte Allerheiligenstriezel gebacken. Dieses süße Germteig-Gebäck in Zopfform wird traditionell in den Tagen rund um Allerheiligen gebacken und dann verschenkt.

Zum Ursprung dieses Brauchs gibt es verschiedene Geschichten. So sollen sich in der Antike Trauernde als Zeichen des Mitgefühls ihren Zopf abgeschnitten haben. Als Symbol dafür steht heute der Allerheiligenzopf. Und im Mittelalter wurde an Allerheiligen ein Striezel an jene verschenkt, die noch weniger hatten. Mit diesem Brauch einher geht natürlich auch Aberglaube. Ein luftig und lockerer Germteig soll Glück im kommenden Jahr bringen und gelang der Teig nicht, wurde großes Unglück befürchtet.

In einigen Regionen in Österreich ist ein Allerheiligenstriezel auch ein traditionelles Geschenk eines Tauf- und/oder Firm-Paten an sein Patenkind. Und genau aus diesem Grund habe ich heuer beschlossen, den Zopf selbst für mein Patenkind zu backen.

Schade, dass wir noch kein Geruchs-Internet haben, aber die ganze Wohnung riecht so gut, wie die Striezel aussehen. Ich esse das süße Milchbrot, wie man es bei uns nennt, am liebsten zum Frühstücks-Kaffee mit Butter und selbstgemachter Marmelade.

Rezept drucken
Allerheiligenstriezel
Portionen
großes Striezel
Zutaten
  • 250 g lauwarme Milch
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Zucker
  • 650 g Weizenmehl universal
  • 1 Würfel frische Germ
  • 100 g zimmerwarme Butter
  • Hagelzucker zum Bestreuen
  • 1 verquirltes Ei zum Bestreichen
Portionen
großes Striezel
Zutaten
  • 250 g lauwarme Milch
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Zucker
  • 650 g Weizenmehl universal
  • 1 Würfel frische Germ
  • 100 g zimmerwarme Butter
  • Hagelzucker zum Bestreuen
  • 1 verquirltes Ei zum Bestreichen
Anleitung
  1. Für den Germteig verrühre ich die Milch mit dem Ei. Danach gebe ich das Mehl dazu und brösle die Germ darüber. Zum Schluss folgen noch Salz, Zucker und die Butter. Aus allen Zutaten einen glatten Teig kneten. Ich habe mir dabei Unterstützung von meiner Küchenmaschine geholt, es gelingt aber mit Muskelkraft genauso :).
  2. Danach den Teig für mind. 30 Minuten zugedeckt ruhen lassen, idealerweise an einem warmen Ort. Hier ist Geduld gefragt, denn der Germteig sollte ausreichend lange und gut aufgegangen sein, damit das Gebäck dann schön luftig wird.
  3. Nachdem der Teig gegangen ist, teile ich ihn in gleich schwere Teile, in meinem Fall in sieben Teile, da ich einen vierfachen und einen dreifachen Zopf flechten möchte. Die Teile schleife ich zu glatten Kugeln und rolle sie dann in gleich lange Stränge aus.
  4. Als erstes versuche ich mich am Vierfach-Zopf. Dafür lege ich vier Stränge zu einem Kreuz auf und flechte diese. Rechts, links, oben, unten – sage ich mir immer wieder vor. Also den rechten Strang nach links legen, den linken Strang nach rechts legen, den unteren Strang nach oben legen, den oberen Strang nach unten legen. Diese Vorgehensweise wiederholen bis die Stränge verflochten sind. Ich weiß, das hört sich in der Theorie sehr kompliziert an, wenn man aber den Dreh raus hat, dann klappt es wunderbar 😉
  5. Nachdem ich auch noch den dreifachen Zopf fertig habe, pinsle ich meine beiden Striezel mit einem verquirlten Ei ein, wer mag kann sie noch mit Hagelzucker bestreuen. Danach wird das süße Gebäck im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad Heißluft für ca. 25 Minuten goldbraun gebacken.

Ich wünsche gutes Gelingen und viel Geduld beim Zopfen! Und ich freue mich jetzt auf die großen Augen meines Patenkindes, wenn ich den Allerheiligenstriezel verschenke.

Besonderer Tipp:

Die St. Johanner Pfarrkirche, die wegen ihrer imposanten Größe Pongauer Dom genannt wird, bietet – insbesondere an den Tagen rund um Allerheiligen – einen besonderen Ort des Gedenkens.

https://www.josalzburg.com/de/aktivitaeten/sommer/pongauer-dom-annakapelle.html

Bildnachweis: Kathrin Brandner


Tief verwurzelt im Salzburger Pongau, schätze ich die vielfältigen Möglichkeiten unserer Region zu jeder Jahreszeit.

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