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„The early bird“
Sonnenaufgang Heukareck
Landschaft

„The early bird“

Selbst für mich, die es liebt früh aufzustehen ist es sehr früh, wenn der Wecker bereits um halb 4 Uhr klingelt. Doch was tut man nicht alles für einen traumhaften Sonnenaufgang. Um 4 Uhr machen wir uns auf den Weg Richtung Großarl. Vorbei an St. Johann, erreichen wir in ca. 30 Minuten unseren Ausgangspunkt für die heutige Tour auf das Heukareck.

Mein Ehemann (leidenschaftlicher Wanderer) und ich haben uns heute für die Aufstiegsvariante vom Himmelsknotenparkplatz (Großarl) über die Niggeltalalm entschieden. Die Tour ist nur für geübte Wanderer geeignet, da man rund 900 Höhenmeter bewältigen muss.

Das Heukareck kann auch von Schwarzach aus über die Tennalmen erwandert werden. Von hier aus ist es allerdings ein sehr steiler Anstieg.

Wir wandern das erste Stück durch ein kurzes Waldstück, die Luft so früh am Morgen ist einfach herrlich. Nach ca. 30 Minuten erreichen wir die Niggeltalalm. Hier angekommen lauschen wir den Hirschen die sich bereits in der Brunft befinden. Wenn man die Hirsche hört weiß man, dass es Herbst ist.

Ein schönes Wasserrad, das früher zum Butterrühren verwendet wurde, ist am Bächlein vor der Hütte zu finden. Hier werden wir uns beim Abstieg ein Almfrühstück gönnen. Ich freue mich schon jetzt auf die Köstlichkeiten die hier serviert werden. Ab der Niggltalalm geht es auf einem schönen Almsteig weiter. Nach ca. 40 Minuten erreichen wir das Ende des Talkessels, von hier beginnt das Gebiet der Gämsen und Murmeltiere. Mittlerweile wird es schon heller. Wir entdecken einige Gämsen im ausgesetzten Gelände. Es ist wirklich erstaunlich, wie sich diese fabelhaften Tiere im Gelände bewegen.

Wir müssen uns ein wenig beeilen, hoffentlich lichtet sich der Nebel und wir werden mit einem traumhaften Sonnenaufgang belohnt. Der Steig macht einen leichten Rechtsknick und wir marschieren zwischen einigen, größeren Felsbrocken zwischen dem Schober und der Höllwand weiter. Nach einigen weiteren Höhenmetern erreichen wir das Latschenfeld. Kurz vor dem Heukareck befindet sich der Tennköpfl, beim Abstieg werden wir hierhin einen Abstecher machen.

Von hier aus sind es noch ca. 20 Minuten bis zum Gipfel. Die letzten Meter sind immer die anstrengendsten. Aber wir haben es geschafft und die Sonne kommt hinter den Wolken hervor. Es sind diese Momente, für die sich das frühe Aufstehen lohnt. Kennt ihr dieses Gefühl von Freiheit, wenn man auf einem Gipfel steht und einfach nur genießen kann. Es ist einfach traumhaft.

Bei einem Gipfelschnapserl genießen wir die traumhafte Panoramasicht auf das Salzachtal. Mann kann die Gipfel gar nicht alle aufzählen, die man vom Heukareck aus sieht: vom Großglockner über das Große Wiesbachhorn, das Tennengebirge, den Dachstein, die Bischofsmütze und viele mehr. Hier kann man sich den Gipfel für die nächste Wandertour aussuchen.

Da es doch etwas frisch ist entscheiden wir uns den Rückweg anzutreten. Beim Abstieg wagen wir noch einen Abstecher auf den Tennköpfl. Auch von hier hat man eine tolle Fernsicht. Nach ca. 2,0 Stunden erreichen wir die Niggeltalalm, jetzt haben wir uns eine Stärkung wirklich verdient. Jetzt geht es nur noch 30 Minuten zurück zum Ausganspunkt dem Himmelsknoten Parkplatz.

Was für ein toller Start in den Tag und das Beste: es ist erst 09.30 Uhr. 🙂

Das Wichtigste für eine „Sunrisetour“ ist die Planung, bereitet euch alle Utensilien am Vortag vor, somit könnt ihr am Morgen sofort starten :).

Packliste Wanderung Heukareck:

  • Wanderschuhe
  • Wanderhose
  • Funktionsshirt
  • warme Jacke
  • Regenjacke
  • Wandersocken
  • Wanderstöcke
  • Wanderrucksack
  • Erste-Hilfe-Set
  • aufgeladenes Handy
  • Fernglas
  • Trinkflasche oder Trinksystem (mind. 1,5 Liter)
  • Energieriegel, Schokolade, Traubenzucker, Nüsse
  • Flachmann für den Gipfelschnaps
  • Gute Laune

Bildnachweis: Melanie Moser


Ich liebe es andere Länder und Kulturen kennen zu lernen, aber am schönsten ist es immer wieder zu Hause in unserem schönen Pongau. Egal zu welcher Jahreszeit mich zieht es immer in die Natur, im Sommer findet man mich auf den Bergen oder bei einer Mountainbike Tour, im Winter auf der Skipiste oder bei einer Rodelpartie.

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