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Alle Jahre wieder auch zu Ostern – 7 Osterbräuche in der Salzburger Sportwelt
Osterbrauch Osterlamm backen
Hinter den Kulissen

Alle Jahre wieder auch zu Ostern – 7 Osterbräuche in der Salzburger Sportwelt

Ei, Ei, Ei – Ostern eilt wieder herbei. Ostern ist auch bei uns in der Region ein Fest der Tradition und ein besonderes „Frühlingserwachen“. Nach den Wintermonaten freut man sich zu Ostern auf einen langen und ausgedehnten Spaziergang mit der ganzen Familie, erste Radtouren im Tal und auf viele weitere Traditionen und Bräuche. Ich habe heute – ein paar Tage vor dem Palmsonntag – die wichtigsten Osterbräuche unserer Region zusammengefasst. Lasst euch inspirieren und taucht mit mir in die österliche Vorfreude ein.

Osterkranz

Ein süßes Ostergebäck gehört natürlich zu Ostern, wie die „Kekserl“ zu Weihnachten. Der Germteig für den zubereiteten Osterkranz eignet sich nicht nur für einen Kranz, sondern auch für viele weitere Osterbäckereien, wie zum Beispiel ein Osterstriezl. Die in unserem Rezept gewählte „runde Form“ stellt die Kraft der Sonne dar. Außerdem eignen sich die runden Osterkränze natürlich auch perfekt als „Osternestersatz“ zum Verschenken. Mehr Infos zum Rezept findest du hier:

https://www.bloghuette.at/2021/04/rezept-suesser-osterkranz/

süßer Germteig, Rezept für Ostern, Germteig selbermachen, Osterstriezel selbermachen
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Osterlamm

Eines der bekanntesten Symbole zum Osterfest ist das Osterlamm. Es gilt schon seit frühester Zeit im Christentum als Symbol für die unschuldige Hingabe und das Sterben von Jesus Christus. Bereits im Alten Testament war das Lamm Opfertier und wurde in verschiedenen Ritualen Gott geopfert. Zudem ist es mit seinem weißen Fell ein Sinnbild für die Reinheit. Sein friedliches Verhalten soll ein Zeichen für die Menschen sein, ihr Leben ebenfalls in Frieden zu führen. In unseren neuzeitlichen Bräuchen ist das Opferlamm in den Hintergrund getreten. Das heißt also, wir schlachten kein echtes Lamm mehr, sondern heute gibt es die aus Teig gebackene Osterlamm-Variante.

Mehr Infos, wie du ein herrliches Osterlamm zubereiten kannst, findest du hier:

https://www.bloghuette.at/2020/04/das-osterlamm-eine-suesse-tradition/

Tradition des Osterlamms
Osterbrauch Osterlamm backen

Antlasseier färben

Eierpecken und Eier färben sind ja bei Groß und Klein bekanntlich gleichermaßen beliebt. Doch wann sollte man eigentlich die Eier färben? Das ist ganz einfach. Meine Oma erklärt mir das so: „Heutzutage färben die Leute ja die Eier immer an irgendeinem Tag, wir haben damals schon noch die „Antlasseier“ gefärbt.“ Daraufhin werde ich natürlich neugierig und frage bei ihr konkreter nach. Der „Antlasstag“, mittlerweile besser bekannt als „Gründonnerstag“, war einst im Mittelalter der Tag, an dem man nach dem 40-tägigen Fasten aus der Buße entlassen wurde und den Gottesdienst wieder besuchen durfte. Deshalb bezeichnet man die Eier, die von Hühnern am Gründonnerstag oder Karfreitag gelegt wurden als „Antlassei“. Den „Antlasseiern“ weist man deshalb eine besondere Bedeutung zu. Daher werden diese Eier auch typisch für die Speisenweihe und den Verzehr am Ostersonntag verwendet.

PS: Wir haben für die Fotos dieses Mal natürlich ausnahmsweise auch schon früher Eier gefärbt, aber machen das am Gründonnerstag auf jeden Fall nochmals :).

Antlasseier färben
Antlasseier färben

In unserer Region besonders beliebt ist das mit Zwiebelschalen (Zwiefeschoin) gefärbte Ei. Um schöne Muster zu erzeugen, werden „Kräuter“ – „Oa-Kreitl“ genannt, gesammelt. Es sind oft die ersten grünen Gräser, die im Frühling wachsen, die hier zwischen Ei- und Zwiebelschale kommen, um die Muster zu bilden. Lasst eurer Kreativität hier gerne freien Lauf und verwendet von Gänseblümchen, über Schlüsselblumen bis hin zu Löwenzahnblättern und Schafgabe alles, was die Natur zu Ostern jedes Jahr so hergibt. Natürlich ist auch das Kräutersammeln schon ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie und gehört zu Ostern in jedem Fall dazu.

Eier färben

Ausgeblasene Eier bemalen

Besonders als Kinder haben wir es doch alle geliebt, das Eierausblasen. Manchmal ging das schwerer, manchmal leichter. Kräftig pusten wir jedes Jahr aufs Neue als gemeinsame Familienzeit Eier aus, die wir dann gemeinsam anschließend bemalen und wunderschön verzieren. Je kleiner das Loch mit einer Nadel in die Eierschale gestochen wird, umso schwerer geht es natürlich. Aber wir wissen natürlich wie es geht und stechen oben und unten vorsichtig mit der Nadel ein Loch und pusten das Ei aus, bis der ganze Inhalt aus dem Ei herauskommt. Damit die Eier später nicht anfangen zu riechen oder sogar faulen, spülen wir die ausgeblasenen Eier zusätzlich aus.

Eier ausblassen als Osterbrauch
Eier bemalen
Eier bemalen

Palmbuschen

Mit bunt geschmückten Palmbuschen wird am Palmsonntag der Beginn der Osterwoche gefeiert. Gekauft oder selber gemacht – traditionell werden sieben verschiedene Zweige zu einem immergrünen Buschen gebunden.

Im SalzburgerLand werden die Buschen aus zumindest sieben immergrünen Zweigen gebunden: Wacholder, Eibe, Stechpalme, Thuje, Palmkätzchen und Buchsbaum. Dazu kommt noch ein Haselnuss-Stecken zum Tragen. Jede einzelne Pflanze hat eine althergebrachte Bedeutung: So soll der Haselstecken vor Blitz schützen, Wacholder vor der Pest, die Eibe wirkt gegen Hexen, die Stechpalme gegen Dämonen. Die Thuje dient der allgemeinen Abwehr. Palmkätzchen und Buchsbaum sind Segenszweige. Mit farbigen Bändern oder bunten Hobelscharten verziert, wird der Palmbuschen am Palmsonntag zur Kirche getragen und dort geweiht.

Das Highlight als Kind nach der Palmweihe war natürlich, wenn man seinen eigenen Palmbuschen voller Stolz wieder völlig alleine nach Hause gebracht hat, dass es nach der Palmweihe am Vormittag ein Osterei als Belohnung gab. Manches Mal, wenn wir natürlich ganz brav waren, gab es das Ei auch in „schokoladiger Form“ ;).

Palmbuschen binden
Palmbuschen binden
Palmbuschen binden

Osterjause/Speisenweihe

In diesem Blogbeitrag habe ich euch jetzt nun schon einiges über die Osterbräuche bei uns im Pongau und der Region Salzburger Sportwelt erzählt. Ein Brauch, der wunderschöne Kindheitserinnerungen bei mir auslöst ist jener der Speisenweihe in der Osternacht oder am Ostersonntag. Die Tradition der Speisenweihe geht sogar schon zurück bis ins 10. Jahrhundert, wo ursprünglich Milch und Honig geweiht wurden. Seit ungefähr dem 12. Jahrhundert werden Eier geweiht. In einem schönen Weihkorb, bedeckt mit einem speziell bestickten Deckerl, werden regionale und selbst zubereitete Lebensmittel wie etwa Butter, Käse, Osterschinken, Brot, Eier, und vieles mehr geweiht. Mehr Details zu unserem regionalen Osterweihkorb erfahrt ihr nächste Woche. Seid gespannt :).

Osterweihkorb

Namensgebungen der Ostertage

Der Brauch der verschiedenen traditionellen Namensbezeichnungen während der Ostertage ist wahrlich ein lustiger Brauch. Natürlich besonders für die Kinder ;). Das Ziel dieses Brauchs ist es, besonders den Kindern die Karwoche spielerisch näherzubringen. So beginnt dieses „Spiel“ bereits am Palmsonntag. Die Person, die als letzte am Morgen des Palmsonntags aufsteht, wird öfters scherzhaft als ,,Palmesel‘‘ bezeichnet. Und ja: natürlich war es früher ein „Geschwisterduell“ wer die Rolle des Palmesels innehatte. Die Tradition der Namensgebungen setzt sich am Gründonnerstag fort. Wie bereits zuvor oben im Blogbeitrag erklärt, werden die Eier die am Gründonnerstag gefärbt werden als „Antlasseier“ bezeichnet. Somit wird auch der größte Morgenmuffel des Gründonnerstags als „Antlassei“ bezeichnet. Da jährlich traditionellerweise am Gründonnerstag die Kirchenglocken verstummen und bis zur Osternacht durch „Ratschen“ ersetzt werden, wird die Person, die als letztes am Freitag aufsteht als „Karfreitag Ratsch`n“ bezeichnet.

Damit natürlich noch nicht genug ;). Wer am Morgen des Karsamstages zuletzt aus den Federn kommt, wird als ,,Taflappin‘‘ bezeichnet, da am Gründonnerstag das Taufbecken geleert und am Samstag neu mit Wasser befüllt und geweiht wird. Das Wort ,,Taflappin‘‘ kommt von einem Mädchen, die in der Kirche das Taufwasser verschüttete, als sie es hinausgetragen hat. Da ich als Kind am Samstag im Gegensatz zu meinen Brüdern gerne etwas länger im Bett geblieben bin, passte die „Taflappin“ ausgezeichnet für mich.

Am Ostertsonntag wird schließlich von der ganzen Familie gemeinsam die „Osternestsuche“ gestartet. Der Letzte der aus dem Bett zur Osternestsuche kommt bezeichnet man als stinkert´s Oa (stinkendes Ei). Der Name bezieht sich auf ein übrig gebliebenes, nicht gefundenes Ei.

In diesem Sinne wünschen wir euch wunderschöne Osterfeiertage in der Salzburger Sportwelt und seid gespannt auf unseren Blogbeitrag nächste Woche mit der regionalen Osterjause für die Speisenweihe :). Wir freuen uns schon.

Welche Osterbräuche gibt es bei dir oder wie färbst du deine Ostereier? Poste deine Bilder auf Social Media unter dem #bloghuette #salzburgersportwelt.

Wie du die österliche Frühlingsstimmung noch mehr zu dir nach Hause holen kannst, liest du in diesem Blogbeitrag: https://www.bloghuette.at/2021/04/zehn-fruehlingstipps-zum-gluecklichsein/

Übrigens kannst du bei uns in der Salzburger Sportwelt auch noch super in den Osterferien Ski fahren. Hier mehr Infos dazu: https://www.salzburgersportwelt.com/de/aktivitaeten/winter/lifte.html

Bildnachweis: Salzburger Sportwelt, Stefanie Jastrinsky, Sabrina Reisenberger


Die Berge sind wie mein zweites Wohnzimmer. Egal ob im Sommer oder im Winter, das Schönste ist für mich die unendliche Weite und die ausgeglichene Stimmung hoch über den Pongauer Tälern. Mein Balsam für die Seele sind nicht nur die wunderschönen Erlebnisse in der Natur, sondern darf natürlich auch der kulinarische Aspekt nicht fehlen. Einerseits bereite ich selbst gerne heimische Schmankerl zu, aber auch das „gustieren“ und kosten mache ich gerne. Mit meinen Beiträgen nehme ich euch mit auf eine wunderschöne Reise quer durch die Salzburger Sportwelt und die Schönheiten und zahlreichen Facetten unserer wunderschönen Heimat.

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