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Der Morgensonne entgegen – Sonnenaufgang auf dem Rossbrand
Sunrise hike, Salzburg, Österreich
Landschaft

Der Morgensonne entgegen – Sonnenaufgang auf dem Rossbrand

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, hat Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“ bereits so treffend formuliert und besser lässt sich ein Sonnenaufgang auf dem Rossbrand und der Anfang eines neuen Tages in Radstadt auch kaum beschreiben. Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, auf dem Gipfel zu stehen und mit eigenen Augen zu sehen wie die Sonne langsam und blutrot hinter dem Dachstein hervorkommt und ein neuer (Urlaubs-)Tag beginnt. Es lohnt sich also allemal für dieses ganz besondere Erlebnis früh aus dem Bett zu springen.

Sunrise hike, Salzburg, Österreich

Der frühe Vogel

Je nachdem zu welcher Jahreszeit und wie – zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto – ihr auf den Rossbrand gelangen möchtet, heißt es für euch zeitig den Wecker zu stellen. Im Internet gibt es zahlreiche Dienste, die euch auf die Minute genau sagen können, wann die Sonne aufgehen wird und wie lange ihr auf den Gipfel braucht. Auch das Wetter solltet ihr genau im Auge behalten, denn Wolken können euren Ausblick auf den Sonnenaufgang trüben.

Sunrise hike, Salzburg, Österreich

In meinem Fall sah der Morgen so aus: Um 03:50 Uhr schaffe ich es nach zweimaligem Drücken der Schlummertaste aus dem Bett – ich bin keine Frühaufsteherin 😊. Ich bin unglaublich froh, dass ich mir den Rucksack samt Jause schon am Vorabend gepackt hatte. Das spart mir nämlich wertvolle Zeit, die ich länger im Bett bleiben konnte – haha. Beim Aufstieg entscheide ich mich für einen Kompromiss zwischen Müdigkeit und Motivation – ich fahr zirka die Hälfte der Strecke mit dem Auto hoch bis zu einem Parkplatz und ging die restliche Strecke dann zu Fuß. Wer so früh wie ich schon am Berg unterwegs ist, sollte seine Stirnlampe nicht vergessen, denn vor allem im Wald ist es zu dieser Zeit noch sehr dunkel.

Sunrise hike, Salzburg, Österreich

Früchtetee und Felleinlagen

Eingepackt in eine dicke Kuscheldecke, mit einem Polster unter dem Hintern und einem Stirnband über den Ohren sitze ich dann auf der Bank beim Gipfelkreuz. Zu meiner Ausrüstung gehören außerdem noch gute Wanderschuhe mit flauschigen Einlagen und eine Thermoskanne mit heißem Früchtetee, um mich warm zu halten.

Sunrise hike, Salzburg, Österreich

Ich träume noch ein wenig vor mich hin, während schon das erste Tageslicht mein Gesicht wärmt. Spätestens jetzt, wo sich die ersten Sonnenstrahlen leise auf den Weg zu den umliegenden Berggipfeln machen, ist für mich klar, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hat. Heute habe ich noch dazu das große Glück, den Gipfel ganz für mich allein zu haben. Egal ob Norden, Süden, Osten oder Westen, das unvergleichliche 360° Panorama auf die umliegende Bergwelt und auch ins Tal, lässt die Augen wie Diamanten funkeln. Ich bleibe noch einige Zeit sitzen, denn bei solchen Erlebnissen scheint die Zeit still zu stehen und es zählt nur der Moment. Als ich die Eindrücke einigermaßen verarbeitet habe, packe ich mein Marmeladebrot aus und stärke mich für den Heimweg.

Sunrise hike, Salzburg, Österreich

Erlebnis Sonnenaufgang

Eine Sonnenaufgangsbergtour ist ein besonderes Erlebnis – ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder mit der Seilbahn (Sonnenaufgangsfahrten gibt es z.B. in Zauchensee), wofür sich das frühe Aufstehen wirklich lohnt. Viele von euch kennen vielleicht unseren Radstädter Hausberg im hellen Licht eines Sommertages, doch ich kann euch das Erlebnis eines Sonnenaufganges auf knapp 1.800m wirklich nur empfehlen. Tut euch selbst wieder einmal etwas Gutes und tankt eure Energiereserven mit einer ordentlichen Portion Morgensonne auf! 😊

Wer sich trotz alledem nicht zum Frühaufstehen motivieren kann: der Sonnenuntergang am Berggipfel ist (fast) genau so schön 😊

Bildnachweis: Julia Winter, TVB Radstadt


Geboren, aufgewachsen und wohnhaft in Radstadt – das sagt wohl alles aus: Ich liebe meine Heimat! Morgens, wenn ich aus dem Schlafzimmer blicke, sehe ich unseren Hausberg, den Rossbrand. Wenn ich mir dann mein Frühstück richte, habe ich uneingeschränkten Blick zur Skischaukel. Was gibt’s Schöneres? Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – am Ende jeder Jahreszeit freue ich mich schon wieder auf die Nächste. Dank meinem Sohn habe ich die Schätze die die Natur um uns zu bieten hat, erst so richtig schätzen gelernt.

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