close
Stoneman Taurista – eine MTB Tour die deine Wadln so schnell nicht vergessen
Sport und Action

Stoneman Taurista – eine MTB Tour die deine Wadln so schnell nicht vergessen

Eigentlich wollte ich meiner Kollegin Andrea nur mitteilen, dass ich vor knapp 2 Wochen den Stoneman TAURISTA gemeinsam mit meinem Schwager absolviert habe und Schwupps, schon hat sie mir ans Herz gelegt, meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Also hier nun mein Blogbeitrag für euch. Dadurch, dass ich arbeitsbedingt (allerdings nur am Rande – da die Strecken nicht direkt nach Sankt Johann im Pongau führt) mit dem Projekt der Sportwelt und Obertauern zu tun hatte, wollte ich diese Strecke gleich einmal testen.

 

Organisation ist das halbe Leben

Die Organisation und Anmeldung habe ich alles meinen Schwager machen lassen, da er unvoreingenommen an die Sache herangehen kann (ich habe schon einiges durch meine Arbeitskollegen erfahren). Die Anmeldung erfolgte ganz einfach über die Webseite und als Bestätigung erhält man dann ein E-Mail. Da wir ja naturgemäß keine Übernachtung benötigen (schlafen lieber bei unseren Frauen zu Hause), kann man sich das Startpaket nach Angabe im gewünschten Tourismusverband frühestens ab 16.30 Uhr des Vortages des geplanten Starttermines abholen. Ich glaube das dient dazu, dass man nicht bereits schon am Vortag einen Kontrollpunkt anfährt. Wir entschieden uns für das volle Paket und die Mitarbeiterin im TVB wusste bestens Bescheid. Im Startpaket inbegriffen sind die Starterkarte, einige Flyer, die Streckenkarte, ein Kettenwachs, ein Flaschenöffner und noch einige weiter Kleinigkeiten.

Dem Sonnenaufgang entgegen

Da ich auch jagdafin bin, und weiß, dass man die Nachtruhe der Tiere respektieren muss, haben wir die Startzeit (05.45 Uhr) am darauffolgenden Morgen natürlich auf die Minute eingehalten und sind am Parkplatz vor dem BBF Center bei TOP Wetterbedingungen und guter Dinge gestartet. Wir sind jetzt nicht die Vollprofis am MTB aber auch keine Anfänger – von der Kondition her würde ich sagen „Hobbysportler“. Dass wir die gesamte Strecke an einem Tag fahren wollen, war aber von Anfang an klar. Der Startpunkt Flachau wurde bewusst gewählt, da wir zum Schluss „nur“ mehr von Altenmarkt über den Sattelbauer ins Ziel hatten. Die Auffahrt zum Grießenkar auf der Flachauerseite ist bestens für einen Start geeignet. In der oberen Hälfte kommt man in den Sonnenaufgang und relativ rasch steht man vor dem ersten Kontrollpunkt am Grießenkar. Die Tafeln sind gut zu sehen und es ist sehr hilfreich, dass auf dieser der nun folgende Streckenabschnitt beschrieben ist. Für die Bestätigung, dass man dort gewesen ist, muss man die erhaltene Streckenkarte mit dem Stanzgerät lochen – gleich vorweg – bis auf eines waren alle Stanzgeräte defekt (darüber wurde mein Schwager aber schon beim Abholen der Unterlagen informiert) – es sind deshalb Lochzangen bei den Kontrollstellen angebracht und zusätzlich wird empfohlen, ein „Beweisfoto“ am Checkpoint zu machen.

 

Unsere Persönliche Challenge – der Bikepark

Danach starteten wir die erste Abfahrt in einem BIKEPARK in unserem über 40ig-jährigen Leben. Wir haben beide ca. 7-8 Jahre alte Hardtails mit leichten V-Brakes – somit nicht gerade die optimale Ausgangslage für einen Bikepark. Man kann diesen auch umfahren und auf der Forststraße Richtung Wagrain abfahren. Das haben wir aber natürlich nicht gemacht und nahmen den Bikepark. Bis zur Mittelstation musste ich deshalb gefühlte 70% schieben, da mir/uns das Ganze ohne dementsprechende Ausrüstung nicht ganz geheuer war. Gott sei Dank sind wir vor der Öffnung der Bergbahn in den Parcour eingefahren – sonst wäre über Ö3 eine Verkehrsmeldung wegen Behinderung im Bikepark Wagrain in der oberen Sektion gekommen! Ab der Mittelstation ist der Park aber auch für ältere Herren und deren Räder kein Problem mehr und schon fast „lässig“ zum Fahren.

Weiter geht es in Richtung 360° Panorama

Nach dem wir den Park „überstanden“ haben, geht die Strecke schön „schmierend“ über die Edelweissalm zum nächsten Checkpoint „Mittelstation rote 8er“. Im Anschluss talwärts vorbei am neuen Fußballgolf (muss ich im Übrigen auch noch machen J) über Moadörfl Richtung Flachau – kurzer Abstecher beim Sägewerk Schnell zum Schloss Höch und weiter entlang der Enns zum Anstieg auf den Roßbrand. Die zuerst asphaltierte Straße mündet in die Forstraße und ist bis zur Abzweigung Reitlehenalm angenehm zum Fahren. Danach wird die Strecke ein wenig anspruchsvoller und schlussendlich ist es notwendig erstmals vom Rad abzusteigen und der Grundsatz „wer sein Rad liebt – der schiebt“ ist anzuwenden (Das hab ich, wie schon erwähnt, öfters im Bikepark bergab gemacht J nachdem sich Tino die Schaltung dort ramponiert hat!). Bis man das flache Gipfelplateau des Roßbrandes erreicht, sind wir vom Start weg ca. 4 Stunden unterwegs gewesen. Nach einer umfangreichen Stärkung am Rossbrand mit grandioser Rundumsicht (leider sieht man den gesamten noch zu befahrenden Teil J) geht’s über Trails und Steganlagen hinunter Richtung Mandlberg. Ein paar leichte Anstiege sind dabei zu überwinden. Beim Mandlberghof ist der Checkpoint eingerichtet und im Anschluss fährt man ganz hinunter ins Tal um auf der anderen Seite über den Eibenbergweg und Brandscharte nach Forstau (Checkpoint) zu gelangen.

 

Die Überquerung der Tauern

Nach dem Auffüllen der Trinkflaschen ging es dann weiter Richtung Vogeihütte. Diese Strecke ist ganz gemütlich und man kann sich für den nicht alltäglichen Anstieg zur Oberhütte Kräfte sparen.

Ich glaube, der Wegplaner von der Vogeihütte zur Oberhütte, hatte von den Auftraggebern nur eine  Angabe erhalten – der Weg dorthin sollte so kurz wie möglich sein. Im Endeffekt bin ich sehr froh darüber gewesen, dass ich vorne noch 3 Ritzel zur Verfügung habe! Entschädigt wird man auf der Oberhütte mit TOP Bedienung und einem super Kaiserschmarren.

Man erkundigt sich bei diesen Hütten immer ein wenig nach dem weiteren Wegverlauf und erhält meistens unterschiedliche Angaben. Deshalb ist es am besten, man macht die Erfahrung selbst. Nach Schiebe- und Tragepassagen zum höchsten Punkt (2.200 Meter) geht es weiter Richtung Obertauern. Ich schätze, wir haben dazu 50 Minuten benötigt. Nach dem man wieder „festen Boden“ in Form einer befahrbaren Forststraße unter sich hat, führt der Weg direkt nach Obertauern und dann weiter über schönes Almgebiet Richtung Checkpoint Johannesfall. Den schaut man sich natürlich an und fährt dann weiter Richtung Untertauern.

Licht am Ende des Tunnels

An den Almen vorbei geht’s im Folgenden dann immer wieder so kleine giftige Nebenstraßen der Katschbergstraße talaufwärts Richtung Radstadt. Sehr erholsam sind immer wieder die Blicke auf den Roßbrand und die bereits zurückgelegte Strecke. Besonders entspannend ist auch die Fahrt durch den perfekt gepflegten Golfplatz in Radstadt. Nach einem kleinen „Schnapper“ gelangt man dann auch gleich nach Altenmarkt und man denkt, dass man schon „das Licht am Ende des Tunnels“ sieht. Die Fahrt über den Winterbauern zum Sattelbauer hat es aber noch einmal in sich. Ständig stellt man sich die Frage, warum hat sich der Sattelbauer nicht ein „wenig“ tiefer angesiedelt J!

Wenn man dann aus dem Wald nach der Sattelbauerforststraße über das Feld die letzten Meter zum Sattelbauer fährt, ist man froh, es nun endlich geschafft zu haben. Nach dem Checkpoint geht’s einfach der MTB Strecke entlang zurück zum Ausgangspunkt – dem Parkplatz vor dem BBF Center.

 

Geschafft!

Nach ca. 12 Stunden reiner Fahrzeit kamen wir um 19.45 Uhr wieder in Flachau an. Um sich die Tour „bestätigen“ zu lassen, muss man bis 10.00 Uhr am nächsten Tag beim Tourismusverband seines Vertrauens die „entwerteten“ Karten vorweisen. Die Bilder der Kontrollstellen wurden nicht verlangt. Die Trophäe wird unkompliziert ausgehändigt und man freut sich schon auf den nächsten Stoneman – den wir wahrscheinlich in Italien fahren werden. Habe auch gehört, dass der Stoneman Roadbike in Italien sehr zu empfehlen ist! Ich hoffe, dass es auch bei uns demnächst eine Roadbike Version geben wird (bitte auch über Sankt Johann!) – da ich so meine liebe Not mit „Bikeparks“ und Trails habe.

Infos & Tipps:

Mehr zum Stoneman Taurista findest du HIER.

Bildnachweis: Dennis Stratmann, Hannes Rieser


Bin im Grunde genommen ein ganz normaler Hannes und viel und gerne auf den für unsere Gegend passenden sportlichen Geräten und Utensilien (Ski, Langlaufski, Mountainbike, Rennrad, Lauf- Wander- u. Bergschuhen, neu – SUP, etc.) unterwegs. Bevorzugte Jahreszeit – ganzjährig!

  1. Array

    Moin! Vielen Dank für deinen tollen Bericht. Versuche seit längerem jede noch so kleine Info über den Taurista aufzusaugen. Habe bereits teils mehrfach den Miriquidi, den Dolomiti und den Glaciara bezwungen. Auch ich schreibe gern über meine Erlebnisse. Zum einen schreibe ich für mich ( damit ich das erlebte nicht vergesse) zum anderen für alle die gerne gut vorbereitet in ein neues Stonemanabenteuer starten wollen. Falls dir Trails nicht so liegen empfehle ich dir mal meinen Torbericht zum Stoneman Dolomiti Silber oder auch den Text zum Glaciara Bronze mal zu lesen.
    http://www.fawibablog.wordpress.com

    Greetz
    Thomas

    26 September

  2. Array

    Hallo Thomas,

    danke für deinen Kommentar! Es freut uns sehr, dass wir dir mit der Info weiterhelfen konnten 🙂 Ah super danke für den Tipp! Hoffentlich sehen wir dich einmal auf dem Taurista!

    Liebe Grüße
    Katja und das blogHuette.at Team

    3 Oktober

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

INSTAGRAM FEED

Folge uns auf Instagram