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Kulinarischer Spaziergang oder: Dinner einmal anders!
zu Fuß von Lokal zu Lokal begleitet von speziellen Essen und köstlichen Getränken
Kulinarik

Kulinarischer Spaziergang oder: Dinner einmal anders!

Zwischendurch darf es gerne auch mal etwas anderes sein? Genau das ist mein Gedanke, als ich für einen Abend mit Freunden, anstatt eines Tisches in einem Restaurant, gleich in vier unterschiedlichen Lokalen reserviere. Wohlgemerkt mit nur einem Anruf. Ich melde uns nämlich für den „Kulinarischen Spaziergang“ in Altenmarkt-Zauchensee an – einem Dinner der anderen Art!

Treffpunkt ist 17 Uhr bei der Tourismus-Information. Pünktlich finden wir uns ein und werden von unserem Begleiter für den Abend, Kurt, in Empfang genommen. Kurt wird uns im Laufe des Abends von Station zu Station führen und – so viel nehme ich vorweg – zwischendurch einen Blick auf die Uhr werfen, damit aus unserem abendlichen Spaziergang nicht eine Sonnenaufgangswanderung wird.

zu Fuß von Lokal zu Lokal begleitet von speziellen Essen und köstlichen Getränken

Das Konzept des kulinarischen Spaziergangs sieht nämlich vor, dass jeder der vier Gänge des Menüs in einem anderen Restaurant serviert wird. Dazwischen liegen jeweils rund zehn Spazierminuten und ein Stopp im Altenmarkter Heimatmuseum. Uns gefällt das: Fünf Stationen, ein schon festgelegtes Menü (auch vegan oder vegetarisch), somit keine Qual der Wahl und getreu dem Motto „Nach dem Essen sollst du 1000 Schritte tun“ ist auch nach dem dritten Gang, trotz durchaus großen Portionen, die Vorfreude auf das Dessert nicht durch übermäßiges Völlegefühl getrübt.

zu Fuß von Lokal zu Lokal begleitet von speziellen Essen und köstlichen Getränken

Besonders macht diesen Abend auch der Mix der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wir sind eine Gruppe von 17 Personen, bunt zusammengewürfelt aus Gästen und Einheimischen aller Altersstufen. Obwohl wir uns nicht kennen, ist schon bei der ersten Station „Unterm Kastanienbaum“ in Scheffer`s Hotel klar, dass dies sicher ein lustiger Abend wird. Dazu tragen auch die Wirte der teilnehmenden Lokale das ihre bei. In jedem Restaurant, so auch im gemütlichen Biergarten des Markterwirts, werden wir nämlich vom Gastgeber persönlich begrüßt und von ihm in die Geschichte und Besonderheiten des Hauses eingeweiht, inklusive amüsanter Anekdoten.

In der Dorfalm Krallinger lässt uns unser Begleiter und, wie wir erfahren auch Sommelièr, Kurt zudem seine selbst kreierten Kräutergetränke auf Weinbasis verkosten.

Die Stimmung ist dementsprechend ausgelassen und so muss Kurt, ich habe es schon angesprochen, die Gruppe meist mit sanftem Nachdruck daran erinnern, dass noch weitere Stationen und Köstlichkeiten auf uns warten.

zu Fuß von Lokal zu Lokal begleitet von speziellen Essen und köstlichen Getränken

Beim Dessert, im „Kräutergarten am Teich“ des Hotel Schartners, heißt es aber schließlich open-end, nicht zuletzt deshalb, weil der Hausherr zur Ziehharmonika greift und uns Gäste mit der Teufelsgeige zum gemeinsamen Musizieren animiert.

Neben den kulinarischen Stationen ist aber auch der Zwischenstopp (Station 3) im „Altenmarkter Hoamathaus“ ein besonderes Highlight. Auf unglaublich mitreißende Art und Weise, entführt uns Kustodin Helga Swoboda in der Rauchkuchl des Museums in die (beschwerliche) Kochwelt von damals. Als wir uns verabschieden, empfinden wir ein Art Erleichterung, dass wir in eine deutlich komfortablere Zeit hinein geboren wurden.

zu Fuß von Lokal zu Lokal begleitet von speziellen Essen und köstlichen Getränken

Zusammengefasst hatten meine Freunde und ich einen wirklich tollen Abend, mit ausgesprochen köstlichem Essen, herzlichen Gastgebern, spannenden Einblicken und jeder Menge Spaß, dies alles gebündelt in einem Spaziergang – einfach ein Dinner der anderen Art!

Übrigens sind wir wohl nicht die Einzigen, denen der „Kulinarische Spaziergang“ gefallen hat, wurde er doch mit dem Zipfer Tourismuspreis 2018 ausgezeichnet.

Infos & Tipps: 

Hier gibt es mehr Infos zum Kulinarischen Spaziergang

Bildnachweis: Anita Ellmer, TVB Altenmarkt


Seit ich Mutter bin, schätze ich die Möglichkeiten, die unsere Region meiner Familie und mir bietet, doppelt. Wann immer es geht, sind wir im Sommer mit Rad oder Wanderschuhen und im Winter mit den Schiern, der Rodel oder auf Langlaufschi unterwegs. Es gibt nicht besseres, als seine Freizeit im Freien und auf den Bergen zu verbringen.

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