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Der macht mal wieder ein Theater….
Theater am Land
Portraits

Der macht mal wieder ein Theater….

… der Franz Weissensteiner! Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Seit über 37 Jahren leitet er die Theatergruppe Radstadt – und das mit großem Erfolg. Der ehemalige Professor für Deutsch und Religion am BORG Radstadt beweist bei der Auswahl der Stücke stets ein feines Gespür und führt die Laiendarsteller behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen in die Welt des Amateurtheaters. Auch bei der nunmehrigen Spielstätte, dem Zeughaus am Turm in Radstadt, das mit knapp 100 m² Gesamtfläche nur begrenzte Möglichkeiten bei der Bühnengestaltung bietet, ist seine Kreativität unerschöpflich, wobei er mit seinem kongenialen Partner Sepp Kaswurm, einem ehemaligen Lehrer für Werkerziehung, immer wieder kleine Wunder vollbringt.
Heuer steht die Komödie „Schlafzimmergäste“ des britischen Autors Alan Ayckbourn am Programm. Kurz vor der Premiere am 10. April traf ich Franz Weissensteiner während der Proben zu einem kurzen Interview.

Wie und wann kam es zur Gründung des Theaters Radstadt?
Im Jahre 1981 wurde in Radstadt ein Kulturverein gegründet, der sich von Anfang an folgenden Bereichen widmete: Darstellende Kunst, Konzerte und literarische Angebote – bestehend aus Lesungen und Theater-Aufführungen. Zu diesem Zweck musste allerdings erst eine Theatergruppe aufgebaut werden, die anfangs nur aus BORG-Schülerinnen und Schülern bestand. Meine ersten Impulse und Begeisterungsschübe für die Bühne erfuhr ich ebenfalls als Schüler eines Internats.
Diese haben mich dann nicht mehr losgelassen.

Theater am Land
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Wie viele Akteure waren in diesen Jahren auf der Bühne?
Mit der allmählichen Ausweitung des Stück-Angebotes wurde es notwendig, auch Erwachsene aus dem näheren Umfeld miteinzubeziehen. Inzwischen ist das „Theater Radstadt“ ein reines Erwachsenen-Ensemble. „Theater Radstadt“ ist aber kein eigenständiger Verein, der die Rollenbesetzungen mit den eigenen Vereinsmitgliedern abdeckt, sondern bei jeder neuen Inszenierung kommen Jahr für Jahr neue Darsteller auf die Bühne. Auf diese Weise sind inzwischen an die 200 verschiedenen Personen zu mindestens einem Bühneneinsatz gekommen.

Was waren besondere Highlights?

Zum Glück gab es in diesen 37 Theater-Jahren keinen einzigen Flop, sehr wohl aber einige bemerkenswerte Inszenierungen, bei denen auch ein gewaltiger Bühnen-Aufbau notwendig war: „Die spinnen, die Römer“, „Fisch zu viert“, „Liebesgeschichten und „Heiratssachen“, „Volpone“ und „Die 3-Euro-Oper“. Aber auch äußerst sparsam und minimalistisch gestaltete Stücke fanden beim Publikum sehr großen Anklang, wie „Mein Ungeheuer“, „Offene Zweierbeziehung“, „Der Geizige“ und „Der Vorname“.

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Mit welchen Problemen hat das Amateurtheater am Land zu kämpfen?
Da in der näheren wie weiteren Umgebung einige Theatergruppen immer wieder traditionelle Volksstücke aufführen, versucht „Theater Radstadt“ aus der weiten Welt des Theaterschaffens verschiedenste Werke anzubieten. Damit kann auf dem Land nicht unbedingt die große Masse an Zuschauern gewonnen werden kann, was aber der Bedeutung unserer Art der Theaterdarbietung keinen Abbruch tut. Die Resonanz auf unsere Aufführungen ist gottlob enorm und nahezu alle Aufführungen sind restlos ausverkauft.

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Nun zum aktuellen Stück – worum geht´s dabei?
Im aktuell auf dem Spielplan stehenden Stück „Schlafzimmergäste“ von Alan Ayckbourn geht es um vier grundverschiedene Ehepaare unterschiedlichen Alters, die zwar für sich in ihren Schlafzimmern ihre eigenen Höhen und Tiefen dem Publikum vorführen, aber auf aberwitzige Weise miteinander verbunden sind, was zu einer Fülle von überraschenden Wendungen und urkomischen Situationen führt.

Infos & Tipps:

„Schlafzimmergäste“
Komödie von Alan Ayckbourn

Darsteller:
Karl-Heinz Hubacek & Ingrid Weissensteiner
Gregor Stocker & Sieglinde Obermayer
Gerhard Stocker & Tanja Pechhacker
Otto Fritsch & Gudrun Moises
und
Hubert Keller
Bühnengestaltung: Sepp Kaswurm
Regie: Franz Weissensteiner

Alle Termine und Infos zur Kartenreservierung (unbedingt erforderlich!) finden Sie HIER.

Bildnachweis: Theater Radstadt


In einer der schönsten Gegenden der Welt zu leben, das hat schon was für sich!
 Schon in der Kindheit war die Gegend um meine Heimatstadt Radstadt für mich
ein einziger großer Spielplatz. Heute finde ich dort Ausgleich, Ruhe und Entspannung
und die Faszination der Berge ist ungebrochen.
Gerne bringe ich meine Erlebnisse zu Papier, um damit auch andere teilhaben zu lassen.

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