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Wie plant man einen Snowboard-Contest?
Snowboarder und Freeskier aufgepasst
Hinter den Kulissen - Sport und Action

Wie plant man einen Snowboard-Contest?

Jedes Jahr finden im Absolut Park Flachauwinkl mehrere Contests statt — mal für den ambitionierten Nachwuchs, mal für die internationale Freeski- und Snowboard-Elite. Doch was steckt hinter einem solchen Sport-Event? Mehr, als du vermutlich denkst…

Anfang Januar ist es Zeit für den Jib King: Ein Contest für Freeskier und Snowboarder aus der Region und gleichzeitig der erste Event der Saison im Absolut Park. Dieses Jahr zog es knapp 100 Sportler bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen in den perfekt geshapten Jib Park, wo sie kreative Runs und anspruchsvolle Trick-Kombinationen zeigten. Ich war auch mit dabei, allerdings nicht auf den Obstacles im Park, sondern im Event-Team vor Ort. Was bei der Planung und Umsetzung eines Snowboard- und Freeski-Events alles gemacht wird, damit es eine tolle Veranstaltung für alle wird? Ich nehme dich einmal hinter die Kulissen mit.

Snowboarder und Freeskier aufgepasst

Wie ein Snowboard-Contest abläuft

Auch wenn der Jib King im Vergleich ein kleiner Event ist, steckt dahinter nicht wenig Organisationsarbeit und es müssen bei der Planung und Umsetzung einige Punkte bedacht werden:

Contest-Format

Ob Slopestyle oder Big Air  ist nicht die einzige Entscheidung, die man in Hinblick auf das Contest-Format treffen muss. Soll der Event offen für alle sein, muss man sich im Vorfeld anmelden, in welchen Kategorien wird gewertet?

Beim Jib King zum Beispiel kann jede/r teilnehmen, die Anmeldung findet am Tag des Events vor Ort statt. Um die Wertung möglichst fair zu gestalten, unterscheiden wir neben der Unterteilung in Freeski und Snowboard noch vier weitere Kategorien:

  • Kids (unter 12 Jahre)
  • Rookies (13-17 Jahre)
  • Men (ab 18 Jahre)
  • Women

Natürlich werden die Besten in jeder Kategorie mit feinen Sachpreisen belohnt, die man im Vorfeld organisieren muss. Aber was spielt sich beim Jib King sonst noch hinter den Kulissen ab?

Snowboarder und Freeskier aufgepasst

Shape-Crew und Park-Setup

  • Ganz wichtig ist die Shape-Crew, die vor und während des Contests dafür sorgt, dass der Park top präpariert ist.
  • Unterschiedliche Obstacles — darunter verstehen wir Kicker, Rails, Boxen usw., über die die Sportler springen oder fahren — für verschiedene Levels sollten auch vorhanden sein, damit alle Teilnehmer einen guten Run zeigen können und sich gefordert, aber nicht überfordert fühlen.

 

Judges

  • Ein Team aus drei Judges pro Sportart (Freeski und Snowboard) ist gängig, also waren es bei uns insgesamt sechs. Sie bewerten die Vielseitigkeit der gezeigten Tricks in einem Lauf und wie stylisch und sauber diese ausgeführt werden.
  • Helfer beim Start sind wichtig, die den Judges und dem Speaker Name und Startnummer des nächsten Teilnehmers durchgeben und aufpassen, dass niemand losfährt, solange sich noch jemand auf dem Kurs befindet oder der letzte Lauf bewertet wird.
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Media-Crew

Im Absolut Park legen wir großen Wert auf professionelle Fotos und Videos, weshalb selbst bei kleineren Events eine größere Media-Crew mit dabei ist. Beim Jib King waren das:

  • Zwei Filmer, die die besten Tricks und das generelle Contest-Geschehen festhalten.
  • Ein Filmer mit Drohne, der das Finale von oben aufnimmt.
  • Ein Fotograf, der die besten Tricks auf den unterschiedlichen Obstacles ablichtet.
  • Ein PR-Verantwortlicher, der während und nach dem Contest alle wichtigen Informationen sammelt (die Tricks und das Ranking von den Judges, Kommentare von Fahrern, Fotos und Videos) und noch am selben Tag eine Pressemeldung ausschickt.

 

Unterhaltung vor Ort

  • Ein oder zwei unterhaltsame Speaker, die den Contest für Publikum und Teilnehmer kommentieren.
  • Ein DJ, der für passende Musik und Stimmung sorgt (in unserem Fall Hip Hop und Elektro).
  • Turntables und Verstärker, die vor dem Park im Freien aufgebaut werden, damit der Sound auch passt.
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Organisation

  • Ein Team bei der Akkreditierung, das Startnummern ausgibt, Namen, Stance und Kategorien der Teilnehmer notiert, diese Infos rechtzeitig an die Judges weitergibt und Fragen der Fahrer beantwortet.
  • Organisatoren vor Ort, die bestimmte Bereiche des Parks für den Contest sperren, eine Stärkung für die Fahrer und das Team besorgen und sicherstellen, dass alles (halbwegs) nach Plan verläuft.
  • Helfer, die Preise sortieren und sie bei der Siegerehrung überreichen.
  • Ein Kassa-Team, das gebrieft ist und die Teilnehmer in den richtigen Teil des Parks schickt.

 

Event-Arbeit ist Multitasking

Bei uns im Absolut Park übernehmen die meisten Team-Mitglieder gleich mehrere Aufgaben — erstens, weil unser Team überschaubar ist, zweitens, weil wir uns ungern in Kategorien einteilen lassen. Wir sind eben richtige Freestyler 😉 Meine Aufgabe war neben der Pressearbeit also auch die Akkreditierung und  ein paar organisatorische Dinge.

Nachdem ich bereits zwei Spring Battles mitgeplant und -erlebt habe — ein Contest mit internationalen Elite-Sportlern, der eine knappe Woche dauert — ist so ein Jib King eigentlich ein Klacks für mich. Die Hauptsache ist, man bleibt flexibel…

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Wenn alles anders kommt

Trotz aller Vorbereitung passieren bei Events immer wieder unvorhersehbare Dinge, die man einfach nicht einplanen kann. Dieses Mal war es ein massiver Stau auf der Tauernautobahn, der dazu führte, dass ein Teil des Teams und ein Großteil der Teilnehmer über 50 Minuten verspätet im Park eintrafen.

In solchen Fällen heißt es improvisieren, den Zeitplan anpassen und die Infos an alle Mitarbeiter, Teilnehmer und Zuschauer weitergeben. Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team, das sich durch kleine Herausforderungen nicht aus dem Konzept bringen lässt, und haben den Jib King trotz Stau pünktlich mit der Siegerehrung beendet.


Der Jib King in Bildern

Wie so ein Freestyle Contest dann vor den Kulissen aussieht, siehst du in der Foto-Galerie.

Infos und Tipps:

Wenn du jetzt Lust auf mehr bekommen hast, dann schau doch selbst bei einem der Events im Absolut Park vorbei!

Bildnachweis: Absolut Park, Shuttleberg


#outdoorsisfree, das ist mein Lieblings-Hashtag. Ich liebe es, draußen zu sein, ob beim Snowboarden, Wandern oder Reisen. Deshalb zieht es mich regelmäßig in die Berge, als Ausgleich zum Stadtleben — ich bin nämlich geborene Wienerin.

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