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Es duftet nach Weihnachten! – Kletzenbrot nach Oma’s Rezept
Brot nach Omas Art
Kulinarik

Es duftet nach Weihnachten! – Kletzenbrot nach Oma’s Rezept

Jede Zeit im Jahr hat ihren ganz eigenen Geruch. Im Frühling betören uns die bunten Blumenwiesen, der Sommer duftet herrlich nach Heu, der Herbst nach reifen Äpfeln und Birnen und die Adventszeit hat ein ganz besonderes Parfum parat – eine Zimt-, Nelken-, Punsch-, Kekse-, Bratapfel-, Weihrauch-, Tannennadelmischung. Was wirklich erstaunt bei der Menge an Komponenten – es riecht einfach toll und wenn wir es zulassen, vermag uns diese Duftkombination in richtige Weihnachtsstimmung zu versetzen.

Im Advent wird bei uns daheim immer fleißig gebacken. Das war schon bei meiner Oma so und meine Mama führt diese Tradition mit großer Leidenschaft fort. Auch wenn ich keine passionierte Bäckerin bin – ich liebe es, dabei zu sein, wenn der alte elektrische Backofen aufgeheizt wird und das ganze Haus vom Duft des frischen Kletzenbrotes erfüllt ist.

Von Kletzen und Zibeben

Unter Kletzen versteht man getrocknete Birnen als Dörrobst. Die Birnen wurden früher gedörrt um haltbar zu sein. Neben dem Früchtebrot werden Kletzen auch gerne in Birnenbrand eingelegt oder für Liköre verwendet.

Als Zibeben bezeichnet man die Trockenbeeren (Weintrauben) direkt am Rebstock mit Kernen. In Süddeutschland und Teilen von Österreich ist die „Zibebe“ ein allgemeiner, alter Ausdruck für getrocknete Weinbeeren.

Kletzenbrot nach Oma

Kletzenbrot nach Omas Rezept

Zutaten (für ca. 1 1/2 bis 2 kg Brot):

Fülle:
¼ kg Kletzen
½ kg Dörrpflaumen
¼ kg Feigen
¼ kg Rosinen oder Zibeben
15 dag Haselnüsse
10 dag Aranzini
Rum/Schnaps/Organgensaft
1 Kaffeelöffel Zimt gemahlen
1 Kaffeelöffel Gewürznelken gemahlen
1 Kaffeelöffel Sternanis
etwas Muskatnuss
Brotteig:
½ kg Weizenbrotmehl
½ kg Roggenmehl
2 Kaffeelöffel Salz
1-2 Kaffeelöffel Brotgewürz
½ Würfel Germ
650 ml lauwarmes Wasser

Am Vorabend:

Bereits am Vorabend des Backtages werden die Kletzen gekocht und ebenso wie die Dörrpflaumen und Feigen geschnitten. Kletzen, Feigen, Dörrpflaumen, Rosinen/Zibeben und Aranzini mit den ganzen Haselnüssen vermischen, die Gewürze hinzufügen und mit einem guten Schuss Rum, Schnaps und Orangensaft beträufeln. Über Nacht entwickeln die Früchte ein ganz besonderes Aroma.

 

Am Backtag:

Am nächsten Tag den Brotteig zubereiten, gut durchkneten und ca. 1 Stunde gehen lassen. Danach ¾ des Teiges mit der Früchtemasse vermischen und noch eine weitere Stunde gehen lassen. Anschließend den restlichen Brotteig ausrollen, die Brotteig-Früchtemasse hineingeben und einen „Laib“ oder einen „Strutzen“ formen.

Mit Ei bestreichen und bei 200 °C in den Backofen geben. Nach ca. 5 Minuten auf 170 °C zurückschalten und danach ca. 1 Stunde lang fertig backen.

 

Kletzenbrot gibt es bei uns ausschließlich in der Adventszeit. Es wird mit reichlich Butter zum Frühstück und zur Kaffeejause serviert.

Viel Spaß beim Naschen!

Bildnachweis: Elisabeth Hartl


Berge sind meine Leidenschaft – so oft es nur geht, bin ich draußen unterwegs – mal alleine, mal mit meiner Familie, mal mit Freunden. Ich genieße es, in einer Region zu leben, die mir Sommer wie Winter so viele Möglichkeiten zum „im Freien sein“ gibt.

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